Leonardo und der Sangiovese:
eine Reise zwischen Toskana und Romagna

Eine Rebsorte und ein Mensch, die dieselbe Natur teilen: Beide sind in Italien entstanden und gehören doch zur universellen Vorstellungswelt. Zwei Ikonen, verwurzelt im selben Boden, in derselben Art, die Welt zu betrachten und zu deuten.

Die Natur offenbart sich
denen, die sie zu deuten verstehen

Als Maler gründet Leonardo seine Kunst auf die Beobachtung der Natur: auf das Licht, die Proportionen, die Details, die einem flüchtigen Blick entgehen. Seine Werke entstehen aus einem feinen Gleichgewicht zwischen dem, was die Natur schenkt, und dem, was der Mensch zu sehen und zu deuten vermag.

Ebenso ist der Sangiovese eine anspruchsvolle, charakterstarke Rebsorte, die sich nicht von allein ausdrückt. Sie verlangt Aufmerksamkeit, Feingefühl, Sachverstand. Sie gibt sich nicht leicht hin: Sie fordert heraus, widersetzt sich, entwickelt sich. Sie lässt sich nicht beherrschen, sondern tritt in Dialog mit dem, der sie anbaut.

Im Zusammenspiel von komplexer Natur und menschlicher Arbeit entsteht etwas Einzigartiges: eine unwiederholbare Identität, zutiefst italienisch.

„Wenn ihr meinen Lehren folgt,
werdet ihr einen vorzüglichen Wein trinken"

Leonardo da Vinci — Brief an den Hofmeister, 1515

Eine Rebsorte, viele Gesichter

Er verändert sein Gesicht von Territorium zu Territorium, ohne sich selbst je zu verlieren. Wie das Genie drängt der Sangiovese keine Form auf: Er liest die Natur, die ihn umgibt, und gibt sie in einer Sprache wieder, die jeder erkennen kann.

Die vielseitige Seele
des italienischen Weins

Es ist die am weitesten verbreitete Rebsorte Italiens: etwa 11 % der gesamten nationalen Rebfläche. Doch die Zahlen erzählen nur von der Ausdehnung. Der Sangiovese ist die Sorte, die mehr als jede andere gelernt hat, sich zu wandeln und Boden, Klima und die Hand dessen widerzuspiegeln, der ihn anbaut, und dabei stets erkennbar zu bleiben.

Von den großen toskanischen Klassikern bis zu den charakteristischen Ausdrucksformen der Romagna ist er die gemeinsame Sprache, mit der Italien vom Rotwein erzählt.

Grappoli di Sangiovese maturi su un filare

Ein rotes Faden zwischen
Territorien und Vision

Von der Toskana zur Romagna

Vom Herzen der Toskana bis zur Romagna ist der Sangiovese der rote Faden, der Kellereien, Winzer und verschiedene Landschaften verbindet. Eine Sprache, unendliche Nuancen. Eine Rebsorte, die die Territorien nicht vereinheitlicht, sondern miteinander ins Gespräch bringt.

Toskana

Romagna

Vier Territorien, eine Rebsorte

Der Stil wechselt, die Identität bleibt

Jeder Wein entsteht an einem bestimmten Ort. Territorium, Klima und Kultur bestimmen seinen Rhythmus, seinen Charakter und seine Nuancen. Der Sangiovese bleibt der rote Faden, der unterschiedliche Interpretationen zu einer einzigen Identität verbindet.

Un vigneto al tramonto visto attraverso le foglie di vite

Vier Charaktere,
eine einzige Identität.

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