Leonardo und der Sangiovese:
eine Reise zwischen Toskana und Romagna
Eine Rebsorte und ein Mensch, die dieselbe Natur teilen: Beide sind in Italien entstanden und gehören doch zur universellen Vorstellungswelt. Zwei Ikonen, verwurzelt im selben Boden, in derselben Art, die Welt zu betrachten und zu deuten.
Die Natur offenbart sich
denen, die sie zu deuten verstehen
Als Maler gründet Leonardo seine Kunst auf die Beobachtung der Natur: auf das Licht, die Proportionen, die Details, die einem flüchtigen Blick entgehen. Seine Werke entstehen aus einem feinen Gleichgewicht zwischen dem, was die Natur schenkt, und dem, was der Mensch zu sehen und zu deuten vermag.
Ebenso ist der Sangiovese eine anspruchsvolle, charakterstarke Rebsorte, die sich nicht von allein ausdrückt. Sie verlangt Aufmerksamkeit, Feingefühl, Sachverstand. Sie gibt sich nicht leicht hin: Sie fordert heraus, widersetzt sich, entwickelt sich. Sie lässt sich nicht beherrschen, sondern tritt in Dialog mit dem, der sie anbaut.
Im Zusammenspiel von komplexer Natur und menschlicher Arbeit entsteht etwas Einzigartiges: eine unwiederholbare Identität, zutiefst italienisch.
„Wenn ihr meinen Lehren folgt,
werdet ihr einen vorzüglichen Wein trinken"
Eine Rebsorte, viele Gesichter
Er verändert sein Gesicht von Territorium zu Territorium, ohne sich selbst je zu verlieren. Wie das Genie drängt der Sangiovese keine Form auf: Er liest die Natur, die ihn umgibt, und gibt sie in einer Sprache wieder, die jeder erkennen kann.
Die vielseitige Seele
des italienischen Weins
Es ist die am weitesten verbreitete Rebsorte Italiens: etwa 11 % der gesamten nationalen Rebfläche. Doch die Zahlen erzählen nur von der Ausdehnung. Der Sangiovese ist die Sorte, die mehr als jede andere gelernt hat, sich zu wandeln und Boden, Klima und die Hand dessen widerzuspiegeln, der ihn anbaut, und dabei stets erkennbar zu bleiben.
Von den großen toskanischen Klassikern bis zu den charakteristischen Ausdrucksformen der Romagna ist er die gemeinsame Sprache, mit der Italien vom Rotwein erzählt.
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1.
rote Rebsorte Italiens
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11 %
der italienischen Rebfläche
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2
Regionen der Wahl: Toskana und Romagna
Ein rotes Faden zwischen
Territorien und Vision
Von der Toskana zur Romagna
Toskana
Romagna
Vier Territorien, eine Rebsorte
Der Stil wechselt, die Identität bleibt
Jeder Wein entsteht an einem bestimmten Ort. Territorium, Klima und Kultur bestimmen seinen Rhythmus, seinen Charakter und seine Nuancen. Der Sangiovese bleibt der rote Faden, der unterschiedliche Interpretationen zu einer einzigen Identität verbindet.
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Chianti
Strenge • Gleichgewicht • Tradition
Land des Gleichgewichts, der Strenge und der Tradition. Hier zeigt sich der Sangiovese mit Präzision und Tiefe. Ein Wein, der Zeit und Aufmerksamkeit verlangt und im Glas all die Sorgfalt zurückgibt, die ihm gewidmet wurde.
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Montalcino
Eleganz • Tiefe • Vision
Wo die Rebsorte in die Ferne blickt. In Montalcino findet der Sangiovese seinen elegantesten Ausdruck: vertikal, tiefe, gebaut für Jahrzehnte. Ein Wein, der sich keine Eile lässt, verstanden zu werden.
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Montepulciano
Materie • Intensität • Fülle
Der Sangiovese, der Körper gewinnt. Hier drückt sich die Substanz mit Fülle aus: Struktur, Tiefe und Wärme verschmelzen zu einer Intensität, die sich mit Autorität offenbart.
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Romagna
Frucht • Großzügigkeit • Authentizität
Östlich des Apennin wechselt die Rebsorte den Schritt. Sie wird fruchtig, direkt, unmittelbar: ein Sangiovese, der willkommen heißt, bevor er sich erklärt, wie der offene Charakter seiner Menschen.